Landschaftsgestaltung in H0

Es gibt viele Modellbauer, die sich im Internet diesem Thema gewidmet haben. Und es gibt mindestens genau so viele verschiedene Vorgehensweisen. sicher sind viele Tips und Ratschläge gute Anregungen. Unterm Strich ist dann jedoch  jeder mehr oder weniger gezwungen eigene Erfahrungen zu machen und sich eine eigene für ihn selbst befriedigende Arbeitstechnik anzueignen.

Eine Sache ist hierbei aber für alle wichtig: egal welche Materialien und Techniken zum Einsatz kommen, sie sollten in jedem Fall vorher gründlich probiert werden.

Als Grundlage der Modellbahnlandschaft verwende ich verschiedene Streumaterialien. Es müssen nicht die teuren Produkte sein mit denen man ein gute Ergebnis erzielt. Den Schotter zwischen den Gleisen siebe ich nicht selber. Der Zeit- und Kostenaufwand ist nicht gerechtfertigt. Alle andere Streumaterialien sind entweder kostenlos oder sehr günstig zu beschaffen.

Ich verwende - außer Schotter - eigentlich nur noch Gartenerde und Vogelsand. Erstere gibt es (fast) kostenlos. Die Erde wird getrocknet, mit einem Hammer gebrochen und mit verschiedenen Sieben nach Korngröße sortiert. Die verwendeten Siebe gibt es im gut sortierten Zoohandel (Aquaristik). Ein Siebset kostet ca. 10 € und beinhaltet die Maschenweiten 0,15 mm, 0,3 mm, 0,6 mm und 1 mm. Damit lassen sich alle für H0 benötigten Korngrößen aussieben. Der Vogelsand wird mit dem 0,3 mm - Sieb ebenfalls von groben Körnern befreit.

Vogelsand ist allerdings zu hell. Daher wird er mit Erde (bis 0,15 mm) gmischt. Erde kann auch mit Schotter vermischt werden. Z.B. ergibt Diabasschotter (bis 0,15 mm) gemischt mit Erde (bis 0,15 mm). Die Mischung gibt ein Streumaterial für geschotterte Plätze und Wege.

Als Kleber für die gesamte Landschaftsgestaltung kommt fast ausschließlich Weißleim in verschiedenen Konsistenzen zum Einsatz. Auch hier muß jeder sein eigenes Rezept finden und es sind meißtens mehrere gleiche Arbeitsschritte notwendig.

Das verwendete Grünzeug stammt von Silhouette (Mininatur) und Heki.

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Beispiel 1: Leim mit Borstenpinsel auftupfen und mit verschiedenen Fasdern begrasen. Diesen Vorgang wiederholen, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Zwischen den Arbeitsschritten allles gut trocknen lassen. der Untergrund blieb unbehandelt.

 

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Beispiel 2: Leim vollflächig aufgetragen, im Vordergrund 2 mm Fasern, im Hintergrund 4,5 mm Fasern Sommer. Danach mit einem Fliegenschwamm große und kleine Leimperlen auf die Fasern tupfen und mit 4,5 mm Fasern Frühherbst und Spätherbst begrasen.